In manchen Städten sind es nicht die einzelnen „Sterne“, die beeindrucken, sondern der ganze Himmel. Das sind die Altstädte, deren mittelalterliche und/oder barocke Ansammlungen von Fachwerkhäusern, Türmen, Kirchen und Gassen ein harmonisches Bild ergeben.
Bamberg: zwischen Barock und Bockbier
Auf sieben Hügeln gebaut? Klingt nach Rom, trifft aber auch auf Bamberg zu. Nicht umsonst hat die Stadt den Beinamen „Fränkisches Rom“! Der romanische Dom (mit dem einzigen päpstlichen Grabmal nördlich der Alpen) ist zwar nicht so groß wie der Petersdom, aber immer noch beeindruckend, und er liegt im UNESCO-Weltkulturerbe Altstadt. Einzigartig sind auch die städtebaulichen Meisterwerke, in denen sich mittelalterlicher Charme mit barocker Pracht verbindet. Es gibt drei historische Stadtteile: Bergstadt, Inselstadt und Görtnerstadt. Natürlich haben 142 Hektar viel zu bieten, nämlich rund 1300 denkwürdige Gebäude. Zu den Höhepunkten gehören der Alte Hof, die Neue Residenz mit ihrem großen Rosengarten und das Alte Rathaus, dessen Fassade mit Malereien verziert ist und das auf einer kleinen Insel in der Regnitz liegt. Es ist eine Tatsache: Ein Spaziergang durch die Straßen macht durstig. Das Angebot von 13 lokalen Brauereien, vom Rauchbier über das Kellerbier bis zum Bockbier, und weiteren 60 in der Umgebung bietet eine erfrischende Lösung. Das ist ein Rekord, mit dem Rom nicht mithalten kann…
Wernigerode: eine bunte Stadt im Harz
Ganz gleich, auf welchem Weg Sie die malerische Stadt im Harz erreichen, das Schloss Wernigeroden auf dem Agnesberg wird Sie begrüßen. Erwidern Sie diesen Gruß, indem Sie ihm einen Besuch abstatten. Einer der Gründe für einen Besuch sind die rund 50 Wohnräume des deutschen Adels, die zum Teil noch mit Originalmöbeln ausgestattet sind, ein anderer ist der fantastische Blick von den weitläufigen Gärten des Schlosses auf die nahe gelegene Altstadt. Die Fachwerkhäuser sind nicht nur luxuriös restauriert, sondern auch äußerst farbenfroh. Ein markantes (rotes) Beispiel ist das zweitürmige Rathaus, das vor dem prächtigen Brunnen des Stifters steht. Eine Augenweide sind auch das „kleinste Haus“, die Reste der Stadtmauer und das Krummelhaus, dessen Fassade komplett mit einer geschnitzten Holzfassade verkleidet ist. Viel mehr Holz findet man in der Umgebung des Nationalparks Harz. Wem eine Fahrt mit der Brockenbahn zu lang ist, der kann im Miniaturpark Wernigerode die interessantesten („Mini“-)Orte des Harzes sehen. Auch das Schloss Wernigerode lässt grüßen.
Heidelberg: ein faszinierender Anziehungspunkt
Als ehemalige Hauptstadt der Kurpfalz ist die von der UNESCO zur „Stadt der Literatur“ ernannte Stadt nicht nur bei Bücherwürmern und Geschichtsinteressierten beliebt. Die idyllische Lage am Neckar und auf dem Königstuhl sowie das historische Flair und die studentische Atmosphäre (dank der ältesten Universität Deutschlands) verleihen dieser Stadt einen unwiderstehlichen Charme. Bei einem Bummel durch die Altstadt mit ihren barocken Fassaden, der gotischen Heiliggeistkirche auf dem Marktplatz und ihren belebten Gassen werden Sie sich in Heidelberg verlieben und bei einem Besuch der berühmten Schlossruine noch mehr schätzen lernen. Die aus rotem Neckarsandstein erbaute Terrassenburg ist ein leuchtendes Beispiel deutscher Renaissance-Architektur und nicht nur ein Wahrzeichen der Stadt, sondern auch eine der meistbesuchten Attraktionen des Landes. Dank des zauberhaften Harry-Potter-Programms des dort ansässigen Deutschen Apothekenmuseums nehmen auch Kinder gerne an der Führung teil.
Rothenburg an der Tauber: eine mittelalterliche Kulisse wie für einen Film
Dank König Ludwig I., der sich als einer der Ersten der Denkmalpflege annahm, verfügt das „Fränkische Jerusalem“ heute noch über eine vollständig erhaltene Stadtmauer von vier Kilometern Länge. Und so genießen die Menschen, die heute auf der Mauer spazieren gehen, den Blick auf das schöne Taubertal auf der einen und das 1.000 Jahre alte Stadtbild auf der anderen Seite. Zahlreiche Türme, Kirchen, Bürgerhäuser aus rotem Backstein und Gärten bieten einen herrlichen Anblick von oben. Und noch mehr von der Straße aus – obwohl Gassenhöhe vielleicht eine genauere Beschreibung wäre. Die meisten Touristengruppen, und davon gibt es viele, treffen sich auf dem schönen Marktplatz mit seinem prächtigen Rathaus, der nur einen kurzen Spaziergang von der Plenline (Brunnenplatz) entfernt ist. Diese Gebäudegruppe, umgeben von einem schiefen Fachwerkhaus mit einem Brunnen davor, gilt als das berühmteste Foto von Rothenburg.